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Eine ALDI-Filiale für Köln „Am Butzweiler Hof“ im neuen Design

Am geschichtsträchtigen Standort des ehemaligen Flugplatzes „Am Butzweiler Hof“ in Köln-Ossendorf errichtete die PE Becker GmbH für die ALDI-Filialentwicklung Dormagen eine einmalige ALDI-Filiale.

Historie

Die Entwicklung begann im Dezember 2011 durch den Kauf des Flugzeughangars des ehemaligen Flugplatzes „Am Butzweiler Hof“. In das denkmalgeschützte Hangar-Gebäude sollte eine individuelle ALDI-Filiale integriert werden.

Über Kaufgespräche kam es zum Standortwechsel, der Ende 2013 mit dem Grundstückskauf an der Mathias-Brüggen-Straße endete. Auf dem Nachbargrundstück befinden sich noch Reste der ursprünglichen Landebahn.

Baubeginn war Mitte Februar 2014. Nach 6 Monaten Bauzeit konnte Mitte August die Neueröffnung gefeiert werden.

Konstruktion

 

Die ALDI Filiale wurde als eingeschossiger Flachdach-Baukörper konzipiert. Die tragende Konst-

ruktion besteht aus einschichtigen, in Streifenfun-

damenten eingespannten Betonfertigteilplatten mit flach geneigten Nagelplattenbindern.

 

Die Außenwände wurden mit einer gedämmten, hinterlüfteten Fassade verkleidet. Eingangsanlage und Schaufenster wurden mit einer raumhohen Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgeführt. Die Dachfläche ist mit 200 mm, die Außenwände mit 140 mm und die Bodenflächen unterhalb der Bodenplatte mit 60 mm Dämm-Materialien ausgeführt.

Nachhaltigkeit

 

Als Energiekonzept für Kälte, Heizung und Klima wurde eine Integralanlage konzipiert. Die Grundidee bei diesem Konzept besteht aus der Nutzung der Abwärme der Verbundkälteanlagen sowie deren Überschussleistung als Energielieferant zum Heizen und Kühlen. Die Be-

heizung erfolgt über eine Betonkernaktivierung. Die Be- und Entlüftung des Verkaufsraumes dient ausschließlich dem notwendigen Luftwechsel – ohne Heizfunktion. Zur Abdeckung der Spitzenlast Heizung wurde auf der Südostseite eine Luftwärmepumpe installiert.

 

Der Überladebereich für die LKW-Anlieferung wurde unter Beachtung von Wärmebrücken konsequent als „ISO-Ladestelle“ ausgebildet. Die Überladebrücke liegt im Innern des beheizten Lagers. Das Tor der Anlieferung schließt diesen Bereich innerhalb der Außenfassade dicht ab.

Die Dachflächen sind mit einer PV-Anlage in Ost- West-Richtung belegt. Sie hat eine Leistung von 131 kWp. Die erzeugten Strommengen dienen in erster Linie der Eigennutzung der Integralanlage und der Beleuchtung.

Durch die baulichen und technischen Maßnahmen liegt der Primärenergiebedarf laut Energieausweis bei 23 kWh/(m²a). Er liegt damit bei ca. 1/7 des für dieses Gebäude zulässigen Anforderungswertes.

Das Gesamt-Energiekonzept und die hieraus resultierende Energiebilanz gehen in Richtung Null-Energie-Gebäude und sind CO2-neutral.

Neues Design

Dem besonderen historischen Standort ist die individuelle Gestaltung des Gebäudes geschuldet.

Auflage der Stadt war die Ausbildung einer besonderen Fassade, welche durch das Architekturbüro Prof. Dipl.-Ing. Johannes Schilling entworfen werden sollte. Die Außenwandgestaltung wurde von Farben und Materialien historischer Flugzeuge inspiriert.

Die PE Becker GmbH setzte diesen Entwurf konsequent mit Auswahl der Materialien und der konstruktiven Durchbildung bis ins letzte Fassadendetail fort.

Die Wandverkleidung besteht aus Aluminium-Verbundplatten in matten, schwarzen und grauen Farbtönen, welche durch verspiegelte Wandflächen noch hochwertiger ausgebildet wurden. Wert wurde auf die flächige Ausführung der Fassadenflächen mit dezenten Fugen gelegt.

Diese nicht alltägliche und für ALDI-Standards absolut untypische Fassadenoptik wurde auch in den Innenraum transportiert. Hier dominieren graue Farbtöne in Kombination mit edlem Stahl-Look.

Visualisierung

Die architektonische Planung sollte für den Bauherrn visualisiert werden.

Die mittlerweile übliche dreidimensionale Eingabe von Bauwerken bereits im Entwurfsstadium im CAD-Programm ALLPLAN ermöglichte die Aufarbeitung des Gebäudes mitsamt der Umgebung im Visualisierungsprogramm Lumion. Mittels Echtzeit-Visualisierung unterstützt das Programm den gestalterischen Arbeitsprozess.

So konnte das Gebäude-Design mitsamt Parkplatz und Umfeld in Form von Renderings (3-D-Modell als Foto) und Filmsequenzen demonstriert werden. Eine entsprechenden Filmsequenz hierzu finden Sie auf der Startseite unserer Homepage www.pe-becker.de.

Aufgrund der modernen Fassade erfolgte in einem zweiten Schritt eine gestalterische Veränderung des Verkaufsraumes. Auch hierzu wurden dem Bauherrn Renderings und hochwertige Videos zur Entscheidungsfindung vorgelegt.

Animation und Wirklichkeit liegen sehr nahe beieinander. Insbesondere das Spiegeln der Nachbargebäude in der Fassade wie auch das Verschmelzen der Spiegel-Fassade mit dem Himmel konnten bereits in der Visualisierung transportiert werden; ebenso die unterschiedlichen Eindrücke beim Wechseln der Perspektiven. Dank der frühzeitigen Animation war der beim Entwurf gewünschte Dialog mit der Umgebung schon lange vor Baubeginn spürbar.

In Ossendorf steht somit eine der modernsten und hochwertigsten ALDI-Filialen Deutschlands, wenn nicht sogar weltweit.