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Vorstellung der Abteilung Tiefbau

Wir sorgen für die Infrastruktur!

Herr Göttgens, haben Sie einen signifikanten Wahlspruch für Ihre Arbeit und Kundenbeziehungen?

Für effiziente Lösungen braucht man neben gutem Datenmaterial und Know-how auch ein kreatives Team.  Tiefbau und Kreativität – das sind Begriffe, die man zunächst nicht miteinander in Verbindung bringt. Das scheint auf den ersten Blick so. Aber häufig gibt es auch bessere, technisch anspruchsvolle Lösungen als die üblicherweise gewählten Standardplanungen. Technisch besser bedeutet dabei nicht automatisch auch teurer. Die Erarbeitung wirtschaftlich optimierter Planungen ist oberstes Ziel unserer Arbeit. Für die Entwicklung solcher Lösungen für Tiefbauplanungen benötigt man kreative Mitarbeiter.

Also ein erfolgreicher Mix aus Professionalität und Ideenreichtum. Wie wird dieser durch Ihre Abteilung gewährleistet?

In meiner Abteilung arbeiten Mitarbeiter unterschiedlicher Qualifikation, Ingenieure, Bautechniker und Bauzeichner gemeinsam, jeder für seine Aufgabe qualifiziert. Ein Teil der Mitarbeiter ist dabei spezialisiert auf die Planungstätigkeiten, andere übernehmen schwerpunktmäßig den Part der Betreuung der Bauausführung.

Welche Kernaufgaben gehören zu Ihrem Aufgabengebiet?

Zunächst bearbeiten wir eigenständige Aufträge, die den klassischen Ingenieuraufgaben des Tiefbaus zuzuordnen sind. Dabei ist Tiefbau eine Zusammenfassung mehrerer Aufgabenbereiche, insbesondere der Siedlungswasserwirtschaft, des Gewässerausbaus und des Straßenbaus. Für diese Aufgabenstellungen kommen unsere Auftraggeber häufig aus dem Bereich der öffentlichen Hand, also Kommunen und Straßenbauämter. Neben diesen Projekten öffentlicher Bauherrn stehen die gewerblichen Projekte, die häufig interdisziplinär mit den anderen Fachabteilungen der PE Becker GmbH erarbeitet werden.

Wie ist das Leistungsspektrum der Abteilung Tiefbau bei interdisziplinären Aufgabenstellungen in das gesamte Leistungsangebot der PE Becker GmbH eingebunden?

Interdisziplinäre Zusammenarbeit wird bei uns großgeschrieben. Nicht selten entstehen aus einem Kundenwunsch nach einer Hochbauinvestition zunächst einmal tiefbautechnische Aufgabenstellungen. Ich meine damit den Neubau, die Ertüchtigung oder auch Sanierung von Straßen, Wegen sowie Ver- und Entsorgungsleitungen. Die Schaffung von Infrastruktur ist in vielen Fällen die Basis für die folgenden Objektplanungen. Dies kann man am Beispiel einer Baulandentwicklung verdeutlichen. Bereits während der Bearbeitung von Bebauungsplänen sind wesentliche Fragen zur Infrastruktur zu beantworten. So bringt zum Beispiel die Frage nach der verkehrstechnischen Erschließung eines neuen Baugebietes nicht selten komplexe Diskussionen in Gang, aber auch die Planung von Anschlüssen an übergeordnete Verkehrsnetze und Ver-und Entsorgungsnetze sind ein spannendes und vielschichtiges Aufgabenfeld. Bei Maßnahmen von gewerblichen Bauherren ergibt sich häufi g die vollständige interdisziplinäre Zusammenarbeit. Bei öffentlichen Auftraggebern (Kommunen, Straßenbauämtern und Verbänden) konzentriert sich diese überwiegend auf die Zusammenarbeit der Abteilung Tiefbau mit den Abteilungen Städtebau und Umweltplanung.

Sie haben gerade die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Baugebieten angesprochen. Was hat man sich darunter vorzustellen?

Grundlegende Fragen zur Erschließung von Neubaugebieten für Wohnen, Gewerbe und Industrie sind bereits im Bauleitplanverfahren zu beantworten. In dieser Phase der Projektbearbeitung  entstehen dabei für unsere Kunden wesentliche Vorteile aus der interdisziplinären Zusammenarbeit mit der Abteilung Städtebau und Bauleitplanung, da bereits während des Bauleitplanverfahrens technische Fragen der Erschließung zuverlässig beantwortet und mit Kosten unterlegt werden können. In Zusammenarbeit mit unserer Abteilung Städtebau und Bauleitplanung unterstützen wir unsere Kunden umfangreich von der Beratung beim Abschluss von städtebaulichen Verträgen oder Erschließungsverträgen über die erforderliche fachliche Abstimmung mit den beteiligten Behörden bei der Planung und Bauausführung bis zur mängelfreien Fertigstellung und Übergabe der öffentlichen oder privaten Erschließungsanlagen.

Können Sie weitere Beispiele für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen Ihres Hauses nennen?

Nehmen Sie zum Beispiel die Planung und Überwachung von Dorfentwicklungsmaßnahmen. Diese sind ebenfalls, gemeinsam mit den Architekten der Abteilung Städtebau und Bauleitplanung, fester Bestandteil des Leistungsangebotes meiner Abteilung. Bei Planfeststellungs- und Plangenehmigungsverfahren in den Bereichen Straßenbau, Siedlungswasserwirtschaft, Wasserbau sowie bei Abgrabungs- und Rekultivierungsmaßnahmen hingegen ist eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Umweltplanung gefragt.

Kommen wir noch einmal zurück zu den klassischen Tiefbauaufgaben. Welchen Part übernimmt Ihr Team bei Planungs- und Bauvorhaben im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft?

Für die kommunale Siedlungswasserwirtschaft erstellen wir Generalentwässerungspläne, Abwasserbeseitigungskonzepte, Sanierungsplanungen und Genehmigungsplanungen für Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen. Moderne EDV unterstützt uns bei Spezialaufgaben wie rohr- und gewässerhydraulischen Berechnungen sowie bei der Erstellung hydrologischer Niederschlagsabfl uss-Modelle. Für gewerbliche Abwasseranlagen planen wir den Bau und die Erweiterung der vorhandenen Abwasseranlagen auf den Betriebsgrundstücken einschließlich der Übergabe an die nachfolgende öffentliche Kanalisation. Außerdem begleiten wir unsere Kunden bei der Erfüllung der Anforderungen der Selbstüberwachungsverordnung Kanal, erstellen Schadenskataster, Sanierungsvorschläge und begleiten die Sanierung sowohl in der Planung wie auch in der Bauausführung bis hin zur mängelfreien Abnahme. Auch die Erstellung und Erweiterung von Anlagen zur Wasserversorgung gehören zu unserem Aufgabenbereich.

Sie haben eben von Spezialaufgaben gesprochen, können Sie das näher erläutern?

Nehmen Sie z.B. die Berechnung von Regenentlastungsanlagen in Mischwasserkanalisationsnetzen. Wirtschaftlich bemessene Mischwasserkanalnetze können Regenwasser nur in begrenztem Umfang aufnehmen. An ausgewählten Stellen werden Entlastungsanlagen eingebaut. Diese sind im Regelfall als sogenannte Regenüberlaufbecken ausgebildet. Das anfallende Niederschlagswasser wird gemeinsam mit dem Schmutzwasser in einem Becken zunächst gespeichert. Damit wird gewährleistet, dass der sogenannte Spülsto., also die aus dem Kanalnetz gespülten Ablagerungen, im Becken verbleiben und nach dem Regenereignis der Kläranlage zugeführt werden. Erst bei Vollfüllung des Beckens, also dann, wenn bereits eine erhebliche Verdünnung stattgefunden hat, wird das darüber hinaus anfallende Wasser in den nächstgelegenen Vorfluter abgeschlagen. Mit  den uns zur Verfügung stehenden Programmen sind wir in der Lage, nicht nur einzelne Regenentlastungsanlagen, sondern auch komplexe Systeme von Regenentlastungsanlagen unter Berücksichtigung der zugehörigen Kanalnetze, z.B. für das gesamte Einzugsgebiet einer Kläranlage zu berechnen und zu bemessen. Ein weiteres Beispiel ist die hydraulische Berechnung von Rohrleitungen und offenen Gerinnen. Hier bieten die uns zur Verfügung stehenden EDV-Programme die Möglichkeit, alle denkbaren Profi le zu berechnen. Die Gerinnegeometrie, die Art der Sohl- und Uferbefestigung, Bewuchs und Bauwerke können berücksichtigt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit der Berechnung von Zusammenfl üssen und Verzweigungen.

Werden von Ihrem Team auch für den Straßenbau Neu- und Umbauplanungen durchgeführt?

Im Bereich des Straßenbaus erstellen wir Neubau-und Sanierungsplanungen sowohl für öffentliche wie auch für gewerbliche Straßen. Dabei reichen die Aufgabenstellungen von der Planung der freien Strecke über Knotenpunktplanungen und Gestaltung der Nebenanlagen  bis hin zu Markierungs- und Beschilderungsplänen. Wir betreiben die Planung von innerörtlichen und außerörtlichen Straßen, wobei der innerörtliche Straßenbau sicherlich als Schwerpunkt anzusehen ist. Mit unseren Datenverarbeitungssystemen können Vermessungsdaten und vorhandene Datenbestände übernommen und neue eingepflegt werden. Hierdurch kann eine optimale Planung unter Berücksichtigung aller Randbedingungen erfolgen.

Weitere Informationen zur Abteilung:

Tiefbau

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